Letzte Hoffnung für leukämiekranke Lisa aus Kiew
Vorsichtig schaut sich die kleine Lisa (2) um. Sie trägt eine Mütze mit Herzchen, ein Plastikkorsett unter dem Anorak stützt ihren zarten Oberkörper.
Das Mädchen aus Kiew (Ukraine) ist gerade mit Mama Tatiana (30) und Papa Sergey (39) in Berlin gelandet, 1350 Kilometer sind sie Richtung Hoffnung geflogen.
Lisa hat Leukämie. Ihr Schicksal rührte Millionen Leser. Sie und andere Helfer spendeten schon 140 701 Euro. Die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ und der Verein „Berlin hilft“ holten das Mädchen nach Deutschland.
Jetzt versuchen Spezialisten des Helios-Klinikums Berlin-Buch, Lisas Leben zu retten. Prof. Dr. Lothar Schweigerer, Chefarzt der Kinderklinik: „Ich habe den Eindruck, es geht ihr im Moment ganz ordentlich. Man sieht aber, dass sie an einer schweren Krankheit leidet. Nach den Informationen aus der Ukraine hat sie eine akute myeloische Leukämie. Außerdem ist der Tumor an einer Stelle mit der Wirbelsäule verwachsen.“
Vor wenigen Monaten war Lisa noch ein ganz normales, fröhliches Kind mit glänzenden blonden Haaren. Die Krankheit brach im Februar aus, ganz plötzlich, kurz nach Lisas zweitem Geburtstag.
Der Chefarzt: „Sie bekommt jetzt wahrscheinlich eine Chemotherapie. Die Chancen sind gut, 60 bis 70 Prozent der Kinder überleben diese Krankheit.“
Lisa weint zuerst, als sie die fremden Ärzte und Schwestern sieht. Dann macht ihr Papa Späße mit dem Plüsch-Elefanten – die kleine Patientin kichert ...
Mutter Tatiana: „Im Flugzeug hat sie Lieder gesungen. Aber vorher hat sie zwischen Leben und Tod geschwebt.“
Die Mutter weiter: „Als ich den Empfang in Deutschland gesehen habe, hab ich fast geweint. Wir haben jetzt noch mehr Hoffnung. Die Hilfe ist überwältigend. Wir danken allen, die geholfen haben, von ganzem Herzen.“
Viel Glück, tapfere kleine Lisa!
Hier können Sie helfen:
„Ein Herz für Kinder“
Kennwort: Lisa
Konto: 067 67 67
BLZ: 200 700 00
Deutsche Bank Hamburg
Von ULRIKE REINHARDT und STEPHANIE WALTER



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