Ukraine: EU muss bei Gasprojekt mit Russland dabei sein
Die Ukraine beharrt auf einer EU-Beteiligung bei einem Transitprojekt ihres Energieunternehmens Naftogas mit dem russischen Rivalen Gasprom. Ein bilaterales Vorgehen der Ukraine und Russlands sei nicht im eigenen Interesse, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Sergej Tigipko gestern bei einem Wirtschaftsforum in Moskau.
Sicherheit für Russland, Ukraine und EU
Die EU importiert mehr als ein Viertel ihres Erdgases aus Russland, das meiste davon über die Ukraine. Von einer Beteiligung an der angestrebten Zusammenarbeit beim Transit würden Beobachtern zufolge auch die Europäer profitieren.
"Das könnte sowohl Russland als Exporteur und der EU als Importeur Sicherheit geben, gleichzeitig die ukrainischen Interessen sichern und sicherstellen, dass Naftogas nicht komplett von den Russen kontrolliert wird", sagte der Analyst Lilit Gevorgyan von IHS Global Insight.
Putin für Fusion Naftogas - Gasprom
Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Kollege Mykola Asarow hatten gestern über eine Zusammenarbeit im Energiebereich gesprochen. Putin hatte Ende Mai die Idee ins Spiel gebracht, Naftogas und Gasprom zu fusionieren. So könnte das Land die Kontrolle über das ukrainische Gastransitnetz erlangen.



del.icio.us
Digg

Kommentare (0 eingetragen):
Dein Kommentar eintragen